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Yoga

Das Yoga-Sutra des Patanjali

Das Yoga-Sutra stammt aus der Zeit von 200 v. Christus bis 400 n. Christua und vermittelt das klassische Yoga-System. Das Yoga-Sutra beruht auf der Samkhya-Philosophie, die im Gegensatz zu den Upanischaden zwischen Natur und Seele unterscheidet. Danach können sich Natur und Seele nur dann verbinden, wenn das Denken zur Ruhe gekommen ist.

Der achtgliedrige Yoga-Weg, der im Kapitel 2.4.4 noch näher beschrieben wird, führt über Selbstbeherrschung, Selbstbindung, Sitzhaltung, Atemzügelung, Zurückziehen der Sinne, Sammlung und Verinnerlichung zur Harmonie. Diese schenkt immerwährende Freude im geistigen Sein. Yoga ist in diesem Sinne ein Weg zur Selbstbefreiung. Er krönt den Menschen und verdient deshalb den Namen Raja-Yoga – den königlichen Yoga. (vgl. Weiß, 1986)

Kategorie: Yoga Stichworte: Atemzügelung, Freude, Harmonie, königliches Yoga, Patanjali, Raja-Yoga, Samkhya, Sammlung, Selbstbefreiung, Selbstbeherrschung, Selbstbindung, Sitzhaltung, Upanischaden, Verinnerlichung, Yoga, Yoga-Sutra, Yoga-Weg, Zurückziehen der Sinne

Der Yoga der Bhagavadgita

Die Bhagavadgita ist in den Jahren zwischen 400 vor Christus und 200 nach Christus entstanden. Sie enthält sicher noch Elemente der jüngeren Upanischaden, im Mittelpunkt steht jedoch ein neues Gottesverständnis. Sie enthält ein Gespräch zwischen Krsna und Arjuna über den Weg rechten Handelns angesichts eines unmittelbar bevorstehenden Krieges, der Tod und Vernichtung bringen wird.

Sie zeigt nach dem Jnana-Yoga der Upanischaden und dem Raja-Yoga des Yoga-Sutra noch zwei weitere Yoga-Wege. Zum einen Karma-Yoga, der Handeln ohne Gewinnstreben verlangt. Nur die Erkenntnis, nicht der Lohn soll Antrieb sein. Erfolg und Misserfolg sind mit Gleichmut hinzunehmen. Der andere, Bhakti-Yoga, bedeutet, für einen persönlichen Gott tätig zu sein. In jeder Handlung auszudrücken, dass man ihn hingebungsvoll liebt. Die Bhagavadgita lehrt, dass Askese und Meditation erforderlich sind, damit die Ordnung und das rechte Werk erkannt werden. Der kürzeste Weg zur Vereinigung mit Gott aber wird in der Liebe gesehen. (vgl. Weiß, 1986)

Kategorie: Yoga Stichworte: Arjuna, Askese, Bhagavadgita, Bhakti-Yoga, Gott, Gottesverständnis, Jnana-Yoga, Karma-Yoga, Krsna, Liebe, Meditation, Raja-Yoga, Upanischaden, Yoga-Sutra, Yoga-Wege

Die Hatha-Yoga-Pradipika

Die Hatha-Yoga Pradipika dürfte um 1400 nach Christus entstanden sein. Sie möchte auf den Raja-Yoga vorbereiten. Sie lehrt dazu ein System von Körper- und Atemübungen, die sehr populär geworden sind. Das eigentliche Anliegen der Hatha-Yoga-Pradipika zielt auf tiefere Ebenen ab, nämlich soll die Kundalini-Kraft, eine subtile Energie, geweckt und nutzbar gemacht werden. Dies geschieht vor dem Hintergrund tantrischer Überlieferung, nach der sich die Formen und Kräfte des Makrokosmos im Mikrokosmos des menschlichen Körpers widerspiegeln. Während die Körper- und Atemübungen der Hatha-Yoga-Pradipika relativ schnell zu erlernen sind, erfordert der Umgang mit der Kundalini-Kraft ein tiefes Verständnis der kulturellen und spirituellen Zusammenhänge. (vgl. Weiß, 1986)

Kategorie: Yoga Stichworte: Atem, Atemübungen, Energie, Hatha, Hatha-Yoga, Körperübungen, Kundalini, Kundalini-Kraft, Pradipika, Raja-Yoga, tantrisch

Die klassischen Yogawege

Die große Tradition des indischen Yoga hat im Verlauf der mehr als dreitausendjährigen Entwicklung eine Reihe von Übungswegen hervorgebracht. Hier sollen die vier Hauptwege des Yoga, die schon einmal kurz erwähnt wurden, noch einmal näher beschrieben werden. Die Hauptwege sind

  • Jnana-Yoga: Yoga der Erkenntnis
  • Bhakti-Yoga: Yoga der Hingabe
  • Karma-Yoga: Yoga des Dienens
  • Raja-Yoga: der königliche Yoga

Kategorie: Yoga Stichworte: Bhakti-Yoga, Hauptwege, indisches Yoga, Jnana-Yoga, Karma-Yoga, königliche Yoga, Raja-Yoga, Übungswege, Yoga der Erkenntnis, Yoga der Hingabe, Yoga des Dienens, Yogawege

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