• Zum Inhalt springen
  • Zur Fußzeile springen

Yoga

  • Yoga
    • Ahimsa
    • Aparigraha
    • Asteya
    • Begriff und Bedeutung der Rehabilitation
    • Begriff und Bedeutung der Therapie
    • Bhakti-Yoga – der Yoga der Hingabe
    • Brahmacharya
    • Das Yoga-Sutra des Patanjali
    • Das Yoga-Sutra und der Achtfache Pfad des Patanjali
    • Der Astanga-Yoga
    • Der Yoga der Bhagavadgita
    • Die Hatha-Yoga-Pradipika
    • Die klassischen Yogawege
    • Die Upanischaden – Quellentexte des Yoga
    • Ishvarapranidhana
    • Jnana-Yoga – der Yoga der Erkenntnis
    • Karma-Yoga – der Yoga des Dienens
    • Niyama
    • Raja-Yoga – der königliche Yoga
    • Samtosha
    • Satya
    • Shauca
    • Svadhyaya
    • Tapas
    • Was ist Yoga ?
    • Yoga – Begriff und Bedeutung der Prävention – Theoretischer Hintergrund
    • Yoga in Prävention, Therapie und Rehabilitation – Einleitung
    • Yama
  • Literaturverzeichnis
  • Yoga in Prävention, Therapie und Rehabilitation – Buch

Yoga

Begriff und Bedeutung der Rehabilitation

Rehabilitation wird im sportwissenschaftlichen Lexikon definiert als „das Bemühen, den arbeits- oder erwerbsunfähig gewordenen Menschen mit geeigneten Methoden gesundheitlich, sozial, wirtschaftlich und beruflich wieder in die Gesellschaft einzugliedern“ (Hollmann, 1992, S. 379).

Dabei stellen Sport und körperliches Training heute zentrale Positionen in der Rehabilitation dar. Sie können gegebenenfalls jene Leistungsfähigkeit zurückgeben, welche Voraussetzung zur weitgehenden oder absolut beschwerdefreien Meisterung des Alltagslebens ist. Während früher der Schwerpunkt der rehabilitativen Bemühungen mittels Bewegung, Training und Sport im orthopädischen und neurologischen Bereich lag, ist heute als ein zahlenmäßig großes Gebiet die kardiologische Rehabilitation hinzugetreten. (vgl. Hollmann, 1992)

Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels mit sinkenden Geburtenraten, steigender Lebenserwartung und Lebensarbeitszeit bei gleichzeitig zunehmenden chronischen Erkrankungen, ist die Rehabilitation mehr denn je unverzichtbar, um Menschen auch im Alter länger gesund und aktiv zu erhalten, ihnen Lebensqualität und Selbstbestimmung zu ermöglichen sowie Frühverrentung und Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Rund 80 Prozent der erwerbsfähigen Rehabilitanden verbleiben nach der Rehabilitation im Arbeitsleben und damit als qualifizierte Mitarbeiter für die Unternehmen und als Beitragszahler für die Solidarkassen erhalten.

Doch leider wird die Chance, durch Rehabilitation Pflegebedürftigkeit zu verhindern, mindern oder hinauszuzögern in Deutschland bislang nur unzureichend genutzt. Zu diesem Ergebnis kommt der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen in seinem Jahresgutachten 2005 „Koordination und Qualität im Gesundheitswesen“. Insbesondere das Rehabilitationspotenzial älterer Menschen – so der Sachverständigenrat – werde durchgängig unterschätzt. (vgl. Bundesverband Deutscher Privatkrankenanstalten e.V., 2005)

Kategorie: Yoga Stichworte: Bundesverband Deutscher Privatkrankenanstalten, Gesundheitswesen, körperliches Training, Pflegebedürftigkeit, Rehabilitation, Sport

Asteya

Asteya oder Nicht-Stehlen umfasst neben dem unerlaubten Nehmen von Dingen, die anderen gehören, auch das Benutzen eines Gegenstandes für einen anderen als den ihm zugedachten Zweck oder über die Zeit hinaus, die der Besitzer hierfür gebilligt hat. Hier wird die Idee der Freiheit, die in der Befolgung dieses ethischen Konzepts steckt, ganz besonders deutlich. Denn ein Mensch, der keinerlei Bedürfnis hat, etwas zu besitzen, was ihn nicht zutiefst gehört, ist frei.

Kategorie: Yoga Stichworte: asteya

Was ist Yoga ?

Ableitung und Bedeutung des Wortes Yoga

Dass Yoga ein sehr vielschichtiger Begriff ist, wird beim Studium der gängigen Yoga-Literatur deutlich.

Ursprünglich bezeichnete der Begriff „yoga“, der aus der indischen Sanskritsprache stammt und von der Verbalwurzel „yui“ abgeleitet wird, das Anschirren von Zugtieren vor einen Wagen. Später wurde auch das bei dieser alltäglichen Handlung verwendete Instrument – das Joch – mit dem Terminus „yoga“ belegt. Yoga fügt also etwas zusammen, stellt eine Einheit her und erlaubt gleichzeitig eine Kontrolle über die Antriebskräfte.

In den Upanischaden, alten indischen Schriften, heißt es sinngemäß, dass der menschliche Körper das Fahrzeug der Seele sei, und die menschlichen Sinne zunächst wie wilde Tiere seien. Sie müssten vereinigt und gelenkt werden, damit der Mensch mit seinem Fahrzeug zur Selbst-Verwirklichung gelangen könne.

Im Laufe der indischen Kulturgeschichte wandelte sich die Bedeutung allmählich, und Yoga wurde zum Oberbegriff für eine Fülle von Techniken und Methoden.

So sagt Mahadev Desai in seiner Einführung in die Bhagavad-Gita [1], dass das Wort „Yoga“ das Anjochen aller Kräfte des Körpers, des Verstandes und der Seele an Gott bezeichne. Yoga setze die Zucht des Denkens, des Bewusstseins, der Empfindungen, des Willens voraus. Es bedeute Ausgeglichenheit der Seele, die den Menschen befähige, gleichmütig das Leben in allen seinen Aspekten zu betrachten. (vgl. Fuchs, 1990; Iyengar, 2005)

Der Indologe Erich Frauwallner definierte 1953 in seinem Buch Yoga folgendermaßen:

Unter Yoga versteht der Inder das Streben, vermittels systematischer Schulung des Körpers und Geistes auf dem Wege innerer Sammlung durch unmittelbares Schauen und Erleben die erlösende Erkenntnis oder die Erlösung selbst zu erlangen. Er ist also keine Lehre, sondern eine Methode, und kann als solche mit den verschiedensten Lehren in Verbindung treten. (Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e.V. (BDY), 1994, S. 1)

Die Bhagavad-Gita zählt als heilige Schrift zu den bedeutendsten Texten der indischen Kultur.

Kategorie: Yoga Stichworte: Bhagavad-Gita, heilige Schrift, indische Kultur, Kulturgeschichte, Mahadev Desai, Yoga, Yoga-Literatur, yui

Die Upanischaden – Quellentexte des Yoga

Die älteste Quelle des Yoga findet sich in den Upanischaden, die ab 1000 v.Chr. entstanden sind. Sie wurzeln wie fast alle geistigen Traditionen in den Veden, den ältesten heiligen Schriften Indiens.

Die Upanischaden lehren, dass die Einzelseele ein Teil der unvergänglichen Weltseele sei. Dies könne durch Yoga erkannt werden. Die Erkenntnis der Einheit befreie vom Kreislauf der Wiedergeburten.

Unter Yoga wurde zunächst die in magischer Zeremonie angestrebte Verbindung des Menschen mit höheren Kräften verstanden.

Später bezeichnete man mit Yoga einen eigenständigen Erkenntnisweg. In diesem Sinne kann der Yoga der Upanischaden als Jnana-Yoga – Yoga der Erkenntnis aufgefasst werden. (vgl. Weiß, 1986)

Kategorie: Yoga Stichworte: älteste heilige Schrift, Erkenntnisweg, Jnana-Yoga, Upanischaden, Veden, Weltseele, Wiedergeburt

Das Yoga-Sutra des Patanjali

Das Yoga-Sutra stammt aus der Zeit von 200 v. Christus bis 400 n. Christua und vermittelt das klassische Yoga-System. Das Yoga-Sutra beruht auf der Samkhya-Philosophie, die im Gegensatz zu den Upanischaden zwischen Natur und Seele unterscheidet. Danach können sich Natur und Seele nur dann verbinden, wenn das Denken zur Ruhe gekommen ist.

Der achtgliedrige Yoga-Weg, der im Kapitel 2.4.4 noch näher beschrieben wird, führt über Selbstbeherrschung, Selbstbindung, Sitzhaltung, Atemzügelung, Zurückziehen der Sinne, Sammlung und Verinnerlichung zur Harmonie. Diese schenkt immerwährende Freude im geistigen Sein. Yoga ist in diesem Sinne ein Weg zur Selbstbefreiung. Er krönt den Menschen und verdient deshalb den Namen Raja-Yoga – den königlichen Yoga. (vgl. Weiß, 1986)

Kategorie: Yoga Stichworte: Atemzügelung, Freude, Harmonie, königliches Yoga, Patanjali, Raja-Yoga, Samkhya, Sammlung, Selbstbefreiung, Selbstbeherrschung, Selbstbindung, Sitzhaltung, Upanischaden, Verinnerlichung, Yoga, Yoga-Sutra, Yoga-Weg, Zurückziehen der Sinne

Der Yoga der Bhagavadgita

Die Bhagavadgita ist in den Jahren zwischen 400 vor Christus und 200 nach Christus entstanden. Sie enthält sicher noch Elemente der jüngeren Upanischaden, im Mittelpunkt steht jedoch ein neues Gottesverständnis. Sie enthält ein Gespräch zwischen Krsna und Arjuna über den Weg rechten Handelns angesichts eines unmittelbar bevorstehenden Krieges, der Tod und Vernichtung bringen wird.

Sie zeigt nach dem Jnana-Yoga der Upanischaden und dem Raja-Yoga des Yoga-Sutra noch zwei weitere Yoga-Wege. Zum einen Karma-Yoga, der Handeln ohne Gewinnstreben verlangt. Nur die Erkenntnis, nicht der Lohn soll Antrieb sein. Erfolg und Misserfolg sind mit Gleichmut hinzunehmen. Der andere, Bhakti-Yoga, bedeutet, für einen persönlichen Gott tätig zu sein. In jeder Handlung auszudrücken, dass man ihn hingebungsvoll liebt. Die Bhagavadgita lehrt, dass Askese und Meditation erforderlich sind, damit die Ordnung und das rechte Werk erkannt werden. Der kürzeste Weg zur Vereinigung mit Gott aber wird in der Liebe gesehen. (vgl. Weiß, 1986)

Kategorie: Yoga Stichworte: Arjuna, Askese, Bhagavadgita, Bhakti-Yoga, Gott, Gottesverständnis, Jnana-Yoga, Karma-Yoga, Krsna, Liebe, Meditation, Raja-Yoga, Upanischaden, Yoga-Sutra, Yoga-Wege

Die Hatha-Yoga-Pradipika

Die Hatha-Yoga Pradipika dürfte um 1400 nach Christus entstanden sein. Sie möchte auf den Raja-Yoga vorbereiten. Sie lehrt dazu ein System von Körper- und Atemübungen, die sehr populär geworden sind. Das eigentliche Anliegen der Hatha-Yoga-Pradipika zielt auf tiefere Ebenen ab, nämlich soll die Kundalini-Kraft, eine subtile Energie, geweckt und nutzbar gemacht werden. Dies geschieht vor dem Hintergrund tantrischer Überlieferung, nach der sich die Formen und Kräfte des Makrokosmos im Mikrokosmos des menschlichen Körpers widerspiegeln. Während die Körper- und Atemübungen der Hatha-Yoga-Pradipika relativ schnell zu erlernen sind, erfordert der Umgang mit der Kundalini-Kraft ein tiefes Verständnis der kulturellen und spirituellen Zusammenhänge. (vgl. Weiß, 1986)

Kategorie: Yoga Stichworte: Atem, Atemübungen, Energie, Hatha, Hatha-Yoga, Körperübungen, Kundalini, Kundalini-Kraft, Pradipika, Raja-Yoga, tantrisch

Die klassischen Yogawege

Die große Tradition des indischen Yoga hat im Verlauf der mehr als dreitausendjährigen Entwicklung eine Reihe von Übungswegen hervorgebracht. Hier sollen die vier Hauptwege des Yoga, die schon einmal kurz erwähnt wurden, noch einmal näher beschrieben werden. Die Hauptwege sind

  • Jnana-Yoga: Yoga der Erkenntnis
  • Bhakti-Yoga: Yoga der Hingabe
  • Karma-Yoga: Yoga des Dienens
  • Raja-Yoga: der königliche Yoga

Kategorie: Yoga Stichworte: Bhakti-Yoga, Hauptwege, indisches Yoga, Jnana-Yoga, Karma-Yoga, königliche Yoga, Raja-Yoga, Übungswege, Yoga der Erkenntnis, Yoga der Hingabe, Yoga des Dienens, Yogawege

  • « Vorherige Seite aufrufen
  • Seite 1
  • Seite 2
  • Seite 3
  • Seite 4
  • Nächste Seite aufrufen »

Footer

Impressum

  • Cookie-Richtlinie (EU)
  • Datenschutzerklärung
  • Impressum
  • Literaturverzeichnis
  • Yoga in Prävention, Therapie und Rehabilitation – Buch

Yoga

  • Ishvarapranidhana
  • Svadhyaya
  • Tapas
  • Samtosha
  • Shauca
  • Niyama
  • Aparigraha
  • Brahmacharya
  • Asteya
  • Satya
  • Ahimsa
  • Yama
  • Der Astanga-Yoga
  • Das Yoga-Sutra und der Achtfache Pfad des Patanjali
  • Raja-Yoga – der königliche Yoga
  • Karma-Yoga – der Yoga des Dienens
  • Bhakti-Yoga – der Yoga der Hingabe
  • Jnana-Yoga – der Yoga der Erkenntnis
  • Die klassischen Yogawege
  • Die Hatha-Yoga-Pradipika
  • Der Yoga der Bhagavadgita
  • Das Yoga-Sutra des Patanjali
  • Die Upanischaden – Quellentexte des Yoga
  • Was ist Yoga ?
  • Begriff und Bedeutung der Rehabilitation
  • Begriff und Bedeutung der Therapie
  • Yoga – Begriff und Bedeutung der Prävention – Theoretischer Hintergrund
  • Yoga in Prävention, Therapie und Rehabilitation – Einleitung

Schlagwörter

Achtsamkeit ahimsa aparigraha astanga-yoga asteya Atem Atemübungen Bhakti-Yoga brahmacharya Erkenntnis Essgewohnheit Geist Gesundheit Gewaltlosigkeit Ishvarapranidhana Jnana-Yoga Karma-Yoga Klarheit königliches Yoga Körper körperliche Übungen Meditation Niyama Patanjali Raja-Yoga Rehabilitation Samtosha satya Selbsterforschung Selbstreinigung Shauca Sinne Svadhyaya Tapas Therapie Upanischaden Wahrheit Wiedergeburt Yama Yoga Yoga-Sutra Yoga der Erkenntnis Yoga der Hingabe Yoga des Dienens Yogis

© 2026 Simon Feiertag · Impressum · www.yoga.bio-bio.org · Anmelden