Satya ist das höchste Gebot für ein ethisches Verhalten. Wenn der Verstand Gedanken der Wahrheit denkt, wenn die Zunge Worte der Wahrheit spricht und wenn das Leben auf Wahrheit beruht, dann kann man nach Iyengar (2005) die Vereinigung mit dem Unendlichen erlangen.
Yoga
Begriff und Bedeutung der Rehabilitation
Rehabilitation wird im sportwissenschaftlichen Lexikon definiert als „das Bemühen, den arbeits- oder erwerbsunfähig gewordenen Menschen mit geeigneten Methoden gesundheitlich, sozial, wirtschaftlich und beruflich wieder in die Gesellschaft einzugliedern“ (Hollmann, 1992, S. 379).
Dabei stellen Sport und körperliches Training heute zentrale Positionen in der Rehabilitation dar. Sie können gegebenenfalls jene Leistungsfähigkeit zurückgeben, welche Voraussetzung zur weitgehenden oder absolut beschwerdefreien Meisterung des Alltagslebens ist. Während früher der Schwerpunkt der rehabilitativen Bemühungen mittels Bewegung, Training und Sport im orthopädischen und neurologischen Bereich lag, ist heute als ein zahlenmäßig großes Gebiet die kardiologische Rehabilitation hinzugetreten. (vgl. Hollmann, 1992)
Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels mit sinkenden Geburtenraten, steigender Lebenserwartung und Lebensarbeitszeit bei gleichzeitig zunehmenden chronischen Erkrankungen, ist die Rehabilitation mehr denn je unverzichtbar, um Menschen auch im Alter länger gesund und aktiv zu erhalten, ihnen Lebensqualität und Selbstbestimmung zu ermöglichen sowie Frühverrentung und Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Rund 80 Prozent der erwerbsfähigen Rehabilitanden verbleiben nach der Rehabilitation im Arbeitsleben und damit als qualifizierte Mitarbeiter für die Unternehmen und als Beitragszahler für die Solidarkassen erhalten.
Doch leider wird die Chance, durch Rehabilitation Pflegebedürftigkeit zu verhindern, mindern oder hinauszuzögern in Deutschland bislang nur unzureichend genutzt. Zu diesem Ergebnis kommt der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen in seinem Jahresgutachten 2005 „Koordination und Qualität im Gesundheitswesen“. Insbesondere das Rehabilitationspotenzial älterer Menschen – so der Sachverständigenrat – werde durchgängig unterschätzt. (vgl. Bundesverband Deutscher Privatkrankenanstalten e.V., 2005)
Asteya
Asteya oder Nicht-Stehlen umfasst neben dem unerlaubten Nehmen von Dingen, die anderen gehören, auch das Benutzen eines Gegenstandes für einen anderen als den ihm zugedachten Zweck oder über die Zeit hinaus, die der Besitzer hierfür gebilligt hat. Hier wird die Idee der Freiheit, die in der Befolgung dieses ethischen Konzepts steckt, ganz besonders deutlich. Denn ein Mensch, der keinerlei Bedürfnis hat, etwas zu besitzen, was ihn nicht zutiefst gehört, ist frei.
Was ist Yoga ?
Ableitung und Bedeutung des Wortes Yoga
Dass Yoga ein sehr vielschichtiger Begriff ist, wird beim Studium der gängigen Yoga-Literatur deutlich.
Ursprünglich bezeichnete der Begriff „yoga“, der aus der indischen Sanskritsprache stammt und von der Verbalwurzel „yui“ abgeleitet wird, das Anschirren von Zugtieren vor einen Wagen. Später wurde auch das bei dieser alltäglichen Handlung verwendete Instrument – das Joch – mit dem Terminus „yoga“ belegt. Yoga fügt also etwas zusammen, stellt eine Einheit her und erlaubt gleichzeitig eine Kontrolle über die Antriebskräfte.
In den Upanischaden, alten indischen Schriften, heißt es sinngemäß, dass der menschliche Körper das Fahrzeug der Seele sei, und die menschlichen Sinne zunächst wie wilde Tiere seien. Sie müssten vereinigt und gelenkt werden, damit der Mensch mit seinem Fahrzeug zur Selbst-Verwirklichung gelangen könne.
Im Laufe der indischen Kulturgeschichte wandelte sich die Bedeutung allmählich, und Yoga wurde zum Oberbegriff für eine Fülle von Techniken und Methoden.
So sagt Mahadev Desai in seiner Einführung in die Bhagavad-Gita [1], dass das Wort „Yoga“ das Anjochen aller Kräfte des Körpers, des Verstandes und der Seele an Gott bezeichne. Yoga setze die Zucht des Denkens, des Bewusstseins, der Empfindungen, des Willens voraus. Es bedeute Ausgeglichenheit der Seele, die den Menschen befähige, gleichmütig das Leben in allen seinen Aspekten zu betrachten. (vgl. Fuchs, 1990; Iyengar, 2005)
Der Indologe Erich Frauwallner definierte 1953 in seinem Buch Yoga folgendermaßen:
Unter Yoga versteht der Inder das Streben, vermittels systematischer Schulung des Körpers und Geistes auf dem Wege innerer Sammlung durch unmittelbares Schauen und Erleben die erlösende Erkenntnis oder die Erlösung selbst zu erlangen. Er ist also keine Lehre, sondern eine Methode, und kann als solche mit den verschiedensten Lehren in Verbindung treten. (Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e.V. (BDY), 1994, S. 1)
Die Bhagavad-Gita zählt als heilige Schrift zu den bedeutendsten Texten der indischen Kultur.